Sperrfrist abkürzen

 

Nach § 69 a, Abs. 7 StGB kann die Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis durch das Gericht um einige Monate verkürzt werden, sofern neue Tatsachen geschaffen werden, die dazu führen, dass die Fahreignung früher wieder hergestellt ist, als das vom Gericht ursprünglich erwartet werden durfte.

Der Antrag hierzu ist formlos und kostenfrei. Er kann nach bestimmten Fristen auch ohne Anwalt gestellt werden. Etwa 80 % solcher Anträge werden erfahrungsgemäß bewilligt, wenn entsprechende Tatsachen überzeugend vorgetragen werden können.

Als eine solche neue Tatsache wird im Regelfall gewertet, wenn ein Betroffener eine fachkundige Beratung/Therapie bei einem als Moderator für Nachschulungskurse nach § 70 FeV anerkannten Verkehrspsychologen in Anspruch nimmt, die ihm hilft sein früheres problematisches Verhalten zu korrigieren, und dieses durch einen entsprechenden Bericht bestätigt wird.

Wenn Alkohol oder Drogen mit ausschlaggebend für den Führerscheinentzug waren, sollten auch medizinische Nachweise für die Vermeidung von Alkoholmissbrauch oder Drogenkonsum beigebracht werden.

Wir beraten Sie hierzu ausführlich und erstellen ein Programm, welches Ihnen gute Chancen gibt, die Zeit ohne Führerschein zu verringern. Sofern vor Erteilung einer Fahrerlaubnis ohnehin eine medizinisch-psychologische Untersuchung ansteht, hat die Maßnahme zur Abkürzung der Führerscheinsperre einen doppelten Nutzen, da die Chancen auf eine positive MPU drastisch ansteigen.